Freitag, 5. April 2013

Benni und ich / Tag 4

Am Sonntag war der 31.März und ich musste leider umziehen. Doch ich hatte Glück im Uglück. Mein Benni stand mir hilfreich an der Seite. Ohne ihn hätte ich das bestimmt nicht so schnell erledigt. Also packten wir meine Sachen und es war eindeutig mehr Gepäck als zur Ankunft. Tja, wie schnell sich doch Plunder ansammelt. Inmitten des Trubels schaffte Benni sogar ein kurzes Work-Out auf dem Spielplatz. Wir zogen um und gegen drei Uhr nachmittags war auch schon alles getan. Danach machten wir uns noch einen schönen Tag und gingen in den Zirkus. Dort hatten wir großen Spaß. Neben tollen und sehr gelenkigen Artisten bewunderten wir auch Pudel, Katzen, die durch Feuerreifen sprangen, Vögel und Bären. Nach der unterhaltsamen Vorstellung bummelten wir durch die Stadt und gingen noch lecker essen.
Am fünften Tag gönnten wir uns etwas Ruhe und packten schon langsam Bennis Koffer. Den Tag darauf brachte ich ihn zum Flughafen und nun bin ich wieder ganz auf mich allein gestellt und konzentriere mich wieder auf meine Kollektion. Meine Kollektion!!!! Die wartet schon eine ganze Woche auf mich. Ich hoffe ihr fandet Bennis Besuch spannend.
 
Bis bald und liebste Grüße
eure Inna
 
 
 

Benni und Ich / Tag 3

Den Samstagsausflug organisierte Begimai, worüber ich auch sehr glücklich war, denn ich hätte dafür nicht die Möglichkeiten gehabt. 09.30 Uhr starteten wir und fuhren gemeinsam zum Autobahnhof in Bischkek. Von dort nahmen wir einen kleinen Expressbus von Bischkek nach Tokmok. Tokmok liegt 88 km von Bischkek entfernt, ist die fünftgrößte Stadt des Landes und ist Standort von Dienstleistungs- und Industriebetrieben. Auf der Fahrt konnten wir das kirgisische Leben außerhalb der Stadt sehen. Wir beobachteten Menschen, die auf die Wiesen gingen, Laub zusammen kehrten und es verbrannten. Somit wurde unsere Fahrt von vielen kleinen brennenden Laubhäufchen, viel Qualm und einem wunderschönen Blick auf die Berge untermalt. Ab und an tauchten auf der Straße Kuh- oder Schafsherden auf, welche der Fahrer dann weghupen musste. Mit der Fahrt stiegen wir von 800 m Höhe in Bischkek auf 816 m in Tokmok. Nach genau einer Stunde Fahrt angekommen wurden wir direkt von einem Taxifahrer abgeholt. Dieser ist ein ehemaliger Schulkamerade von Begimais Bruder und er begleitete uns den ganzen Tag. Das war ein tolles Gefühl die ganze Zeit vom Taxi gefahren zu werden, da wir in Deutschland diesen Dienst, aufgrund der Preise, nicht so oft nutzen.
Von Tokmok fuhren wir also zur Burana. Der Burana-Turm steht etwa 15 km südlich der Stadt und ist ein Monument aus dem 11.Jahrhundert. Er befindet sich auf dem Gelände einer alten Stadtanlage, welche durch ein starkes Erdbeben völlig zerstört wurde und von der heute nur noch ein großer Erdhügel geblieben ist. Auch der Turm war anfangs 46 m hoch. Heute ist er nur noch 21,7 m. Daneben befindet sich eine Ansammlung von mittelalterlichen Grabsteinen (sog. "Bal-Bal"-Steine), welche starke Krieger darstellen und ein kleines Museum mit weiteren Ausgrabungen. Der Burana-Turm ist eine der ältesten Bauwerke dieser Art in Zentralasien und wurde vom König der einstigen Stadt für seine Tochter errichtet. Zu der Zeit gab es einen giftigen Käfer durch den viele Menschen starben. Und um die Prinzessin davor zu schützen wurde dieser Turm gebaut in den keiner hineindurfte. Doch mittels Obst gelangte der Käfer trotzdem zur Prinzessin und sie starb. Weiterhin existiert die Legende das der Turm und dessen Gelände nun von fliegenden Schlangen bewacht wird.
Zunächst besichtigten wir das kleine Museum und die Grabsteine. Danach kraxelten wir eine kleine, enge Treppe im Inneren des Turmes nach oben. Auf dem Turm hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf die Berge. Und Begimai kündigte uns an: "Da werden wir jetz auch hinfahren". Nach einem kurzen Snack auf der Parkbank schwingten wir uns in unser Taxi und es ging als erstes in ein kleines benachbartes Dorf. Dort verstanden wir die Welt nicht, wir dachten wir fahren in die Berge?! Plötzlich standen wir im Haus von Begimais Onkel und lernten eine riesige kirgisische Familie kennen. Wir sackten ihre Cousine ein, welche den Schlüssel zu deren Datsche in den Bergen hatte und fuhren weiter. Schon auf der Fahrt bewunderten wir den tollen Blick auf wunderschöne Berge und sanft grasende Pferdeherden. Die typische Fahrt in einem kleinen schaukelnden Taxi mit sehr lauter kirgisischer Musik durfte natürlich auch nicht fehlen. Angekommen und ausgestiegen befanden wir uns vor einem Wasserfall. Wir gingen erst zum Wasserfall und machten schöne Fotos. Als ich dachte o.k. nun gehen wir wieder, sagte Bega:" Siehst du da oben die Stelle woher der Wasserfall runter prallt? Da werden wir jetzt hochkraxeln!" Ohhh Gott dachte ich und bevor ich nur ein Wort sagen konnte krabbelten auf einmal alle den steilen,staubigen Hang hinauf. Na toll dachte ich und wie komme ich da jetz rauf?? Mit viel Geschrei, der Hilfe von Benni und sehr dreckigen Klamotten kam ich endlich oben an, wo schon alle auf den Schreihals warteten. Aber als ich mich umdrehte sah ich einen faszinierenden Ausblick aus etwa 50 m Höhe. Wir machten Fotos und runter zu sah die Welt schon viel besser aus. Die Fahrt ging nun weiter zur Datsche. Dort bereiteten wir ein leckeres Mittagessen zu und genossen die Sonne, dann machten wir uns wieder auf den Heimweg. Angekommen in Bischkek war es Abend und dunkel. Wir waren staubig, gebräunt, glücklich und spürten unsere Beine kaum. Nach einer heißen Dusche endete ein weiterer aufregender Tag in Kirgistan.






































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Donnerstag, 4. April 2013

Benni und Ich / Tag 2

Der zweite Tag begann sehr erholt, da wir endlich etwas ausschlafen konnten. Zunächst gingen wir auf den Orto-Sai Basar und Benni sah erste Eindrücke eines Basars und dessen Produkte. Auch konnte er sich ein sehr genaues Bild von verschiedenen gehäuteten Tieren und Tierteilen machen, da so etwas hier sehr gern für verschiedene Zubereitungen gekauft wird. Danach fuhren wir in den Ethnopark Supara. Dort wird das kirgisische Leben vor tausend Jahren gezeigt. Es sind Jurten aufgebaut, man kann altertümliche Gebrauchsgegenstände bewundern und kirgisische Kunstgegenstände aus Filz, Leder und Tschij sind auch zu finden. Wir kamen passend zu einer kleinen Führung, an die wir uns sofort anschlossen. Die Führung leitete ein Kirgise in traditioneller Bekleidung. Er hat alles sehr interessant erklärt und im Anschluss konnten wir sogar mit ihm ein paar Fotos machen. Nach der Führung gab es für uns ein ausgiebiges kirgisisches Mittagessen. Ach, dafür konnte man sich sogar Forellen selber fangen. Nach dem Mittagessen sonnten wir uns und machten Bekanntschaft mit einem sehr zutraulichen Perd. Also uns hat der Park sehr gefallen. Traditionelles wurde  interessant vermittelt und auch der Komfort fehlte nicht, denn die Bauweise und Austtatung des Parks war sehr modern. Danach fuhren wir zum Osch-Basar und kauften einige Souvenire. Als wir schon dachten der Tag nähert sich dem Ende, da wir auch schon müde von der Hitze waren ging es dann doch noch für uns zusammen mit Begimai in den Park der Liebe. Das war ein aufregender und voller Tag. K.O. und mit leichtem Sonnenbrand fielen wir abends ins Bett.


 
 
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Benni und Ich / Tag 1

Nach einer sehr kurzen Nacht begab ich mich mit Begimai um 05.30 Uhr am Donnerstag zum International Airport Manas, um Benni abzuholen. Dieser kam dann, müde aber recht glücklich endlich am Ankunftsort zu sein, aus dem Flugzeug. Nach einem kurzen Schläfchen von vier  Stunden begann dann unser Touri-Marathon. Als erstes zeigte ich ihm meine Universität und die Kunstakademie Tschuikov, wo er meinen Lederdozenten kennenlernte. Danach ging es dann zur Stadtbesichtigung. Trotz Jetlag hielt er tapfer durch und es ging zum Hauptplatz, wo wir Wachenwechsel an der Flagge beobachten konnten, dann zu einem Park, zur Staatsoper, zu den Staatsbibliotheken u.s.w. Nebenbei hatten wir oft die Gelegenheit dem regen Treiben von Eichhörnchen zuzuschauen. Nach einem sehr leckeren Mittagessen entschieden wir uns den Heimweg anzutreten. Für den ersten Tag hatte das dann erstmal gereicht und es ging für uns etwas  zeitiger ins Bett.



 
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