Dienstag, 26. März 2013

Vorfreude!!!


Hallo meine Lieben!
 
ihr glaubt gar nicht wie aufgeregt ich gerade bin. Am Mittwoch, also morgen, begibt sich mein Benni auf die lange Reise von Deutschland nach Kirgistan zu mir. Ich freue mich schon so sehr. Schließlich trennen uns schon seit Ende Januar 7000 km. Und Benni bekommt nicht nur seine Freundin zurück, sondern auch noch Frühling bei Temperaturen von 20°C und eine wunderschöne Aussicht auf die Berge. Dann kann er sich eine Woche von dem deutschen Schneechaos erholen. Natürlich habe ich bereits viele Unternehmungen geplant. Ich hoffe ihm wird Bischkek gefallen. Natürlich werde ich euch von allen unseren Ausflügen berichten. Nun aber freue ich mich erstmal auf seine Ankunft und ich hoffe ihr freut euch mit mir mit.
 
Bis bald
eure Inna!
 

Freitag, 22. März 2013

Нооруз

Am 21.März ist in Kirgistan Neujahr. Neujahr???...ja ihr habt richtig gelesen.
Nouruz (russ.: Нооруз) ist der Name des Neujahrs- und Frühlingsfestes, das am 20. oder am 21. März gefeiert wird. Wörtlich übersetzt heißt Nouruz ‚Neuer Tag‘. Nouruz wird von mehr als 300 Mio. Menschen seit mehr als 3000 Jahren auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert. Natürlich hatten wir gestern frei und für mich und Begimai ging es auf den Hauptplatz der Stadt, wo uns sehr viele Menschen, Bühnen, Musiker und Essen erwartete. Es herrschte reger Trubel in der Stadt und in den öffentlichen Transportmitteln. Angekommen am Platz genossen wir eine Zeit lang die feierliche Atmospähre und gingen dann weiter in den Park, von welchem ich euch schon berichtet habe. Dort waren wahnsinnig viele Menschen mit Kindern unterwegs. Viele vergnügten sich in den Fahrgeschäften. Begimai und ich setzten uns in ein Cafe' und gönnten uns ein feierliches Mittagessen. Danach besichtigten wir "Bishkek Park". Ein riesiges Shopping Center, welches auch zum Nouruz öffnete. Dort kauften wir uns Kuchen und schlenderten gemütlich durch die neuen Läden.
 
 
So verbrachte ich meinen ersten Nouruz. Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!
 
eure Inna



fashion industry

Am Samstag, den 16.03. gab es hier die Modenschau fashion industry. Vorgestellt wurden Studentenarbeiten, Designerkollektionen und Kollektionen von großen Unternehemen aus Bischkek. Die Modenschau ging drei Stunden und war sehr interessant. Es gab auch eine Jury, welche aus bekannten kirgisischen Desigern, einer Dame von einer St.Petersburger Modezeitschrift und einer russischen Botschafterin von Müller&Sohn bestand (Müller&Sohn ist ein Schnittsystem, nach welchem auch wir arbeiten). Weiterhin saßen in der ertsen Zuschauerreihe die Gattin des kirgisischen Präsidenten, die Gattin des Bischkeker Bürgermeisters und weitere Gattinnen von kirgisischen Ministern. Diese könnt ihr auf dem Foto unten bewundern. Die Kollektionen wurden in die Kategorien Avantegarde, Alltag, ethnische Kleidung und Studentenarbeit eingeteilt. In jeder Kategorie konnte eine Kollektion gewinnen und damit in Russland an weiteren Wettbewerben teilnehmen. Die Entscheidung wurde der Jury nicht leicht gemacht, denn es wurden insgesamt 54 Kollektionen gezeigt, welche alle sehr spannend waren. Wer gewonnen hat weiß ich leider nicht, denn ich bin schon vor der Siegerehrung gegangen. Hier nun ein paar Videos. Viel Spaß!



 

Wenn ihr mehr Videos sehen wollt oder Fragen habt, dann schreibt mir. Ich freue mich über jeden Kommentar!
 
Liebe Grüße
eure Inna
 


Donnerstag, 21. März 2013

14.03.2013

Als ich an diesem Donnerstag aufstand hätte ich nie gedacht was der Tag noch so mitsichbringt und ich abends um acht Uhr kaputt und glücklich ins Bett falle. Der Tag fing ganz gemütlich an. Ich fuhr in die Kunstakademie Tschjikov, wo mich das erste Kennenlernen mit dem Dozenten für Ledertechnik erwartete. Er war sehr nett und erzählte uns zunächst über seine Deutschlanderfahrung. Er war mit 18 Jahren als Soldat in Deutschland und verliebte sich sehr in das Land. Danach ist er oft nach Deutschland als Tourist gefahren, dreimal sogar selbst mit dem Auto. da war er drei Tage mit nur knapp 2-4 h Schlaf unterwegs. Wahnsinn! Er hat uns durch die Studentenwerkstätten geführt und zeigte uns wunderschöne Dinge aus Leder. Danach erhielten wir die Aufgabe zu überlegen was wir machen möchten. Ich werde aus Leder Schmuck passend zu meiner Kollektion entwickeln. Das wird bestimmt toll aussehen. Nach dem Kennenlernen ging ich in die Textilwerkstatt und beschäftigte mich nichts ahnend mit dem Putzen vom Tschji für meine Taschen.

  
Auf einmal rief Salina an und meinte wir treffen uns gleich in der Stadt und gehen auf eine Messe. Ok, dachte ich warum nicht. Ich habe meinen Platz aufgeräumt und dann ging es los. Das war eine Industriemesse von großen Betrieben aus Bischkek, wo sich alles um Kleidung drehte. Ausgestellt waren traditionelle, festliche und alltägliche Mode, Nähmaschinen, Bügelanlagen, Pelze, Teppiche, Kinderkleidung...alles was das Schneiderherz begehrt.
 
 
Dann fanden wir einen Eingang in der Messehalle, aus welchem laute Musik ströhmte. Wir entschieden uns mal zu schauen was da vor sich geht. Als wir reinkamen überwältigte mich ein stolzer Anblick eines riesigen Raumes mit einer riesigen Bühne. Wir sind mitten in ein Konzert reingeplatzt. Wir erklommen eine gigantische Zuschauertribüne und fanden in ungefähr 7 Metern Höhe Platz. Der Ausblick auf das Spektakel auf der Bühne war atemberaubend. Vorgeführt wurden verschiedene Tänze und abwechselnd traten kirgisische junge Musiker auf.
 
 
Nach dem Konzert gingen wir in den nächstgelegenen Park spazieren, um das sonnige Wetter zu genießen. Es stellte sich heraus, dass der Park eine kleine Kirmes war. Daraufhin bestellten wir Salinas Schwester mit ihrem kleinen Bruder zu uns. In der Zwischenzeit, in der wir auf die beiden warteten, zeigte mir Salina eine russische Kirche und erzählte mir sehr viele interssante russische Bräuche und Traditionen.
 
 
 
Danach gingen wir zurück in den Park und trafen uns mit ihrer Schwester Ala und dem kleinen Aleksej. Wir fuhren mit fast jedem Fahrgeschäft und hatten großen Spaß. Als es dann schon langsam dunkel wurde machten wir uns auf den Heimweg. Es war ein sehr schöner Tag, an welchen ich mich nun gern zurückerinnere.
 
Liebe Grüße
eure Inna



Sonntag, 10. März 2013

08.März

Der 08. März ist in Kirgistan, sowie in allen anderen  Ländern der ehemaligen Sowjetunion, ein sehr wichtiger Tag an dem groß gefeiert wird. Somit habe auch ich einen wundervollen Tag erlebt. Morgens habe ich mich mit meiner lieben Freundin Begimai getroffen und wir sind zu ihrer Oma gefahren, wo mich dann ihre ganze Familie plötzlich empfing. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, da sie mir sagte, dass wir nur ein Geschenk für die Oma vorbeibringen. Nun, plötzlich war ich kurzer Mittelpunkt einer kirgisischen Familie, dessen Mitglieder mich sofort sehr herzlich und liebenswert  in ihre Herzen schlossen. Danach sind wir zusammen ins Kino zum Film "Calam.New York" gegangen. Der Film ist von einem kirgisischen Regisseur und handelt von einem kirgisischen jungen Mann, welcher versucht in New York ein berühmter Anwalt zu werden. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und war sehr ergreifend und interessant. Kurz gesagt, Begimai und ich weinten, lachten und vergaßen dabei natürlich nicht einen ganzen Eimer Popcorn zu vernichten. Danach ging es dann nach einem kurzen Snack mit meiner anderen lieben Freundin Salina zu einem Konzert einer bayrischen Gruppe, welche sehr amüsante Rhythmen spielte (unter anderem Samba und Polka). Nach dem Konzert waren Salina und ich noch in einem niedlichen kleinen Cafe' und ließen es uns dort noch mit einem leckeren Abendessen gutgehen und den Tag ausklingen. Also, so habe ich den Frauentag zum ersten Mal gefeiert. Ich hoffe ihr habt auch etwas schönes zum Frauentag unternommen. Nun noch ein paar Bilder vom Freitag:

Begimai und ich

Salina und ich

Mein Wochenende war hingegen zum Freitag sehr produktiv. Ich habe an meiner Kollektion unermüdlich gearbeitet und schon die ersten Grundkonstruktionen begonnen. Es geht voran und ich freue mich schon so auf meine fertige Kollektion.


Liebe Grüße
eure Inna!

Sonntag, 3. März 2013

Kunstakademie

Hallo meine Lieben!
Am Freitag waren wir endlich in der Tschijkov Akademie. Diese Akademie beinhaltet auch den Textilstudiengang der KGUSTA. Dort können wir verschiedene kirgisische Textiltechniken erlernen. Am Freitag haben wir uns mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht und lernten unsere Dozentin kennen. Diese hat dann mit ihren Studentinnen das halbe Archiv leergeräumt, um uns einen riesigen Berg an Studenten- und Diplomarbeiten zu zeigen. Zunächst waren wir etwas überfordert mit der Situation. Doch dann sagte die Lehrerin zu uns wir sollen uns doch daraus die Techniken raussuchen, welche wir lernen möchten. Ich war überwältigt von den Arbeiten, eins war schöner als das andere und das verrückte dabei ist, das alles mit der Hand gemacht wurde. Wahnsinn! Danach wurden wir noch ins schulinterne Museum geführt und konnten erneut eine Vielzahl an tollen Arbeiten sehen, dabei war auch vieles aus Leder. Ich bin jetzt sehr unentschlossen, am liebsten würde ich alles lernen weil es so schön ist. Aber dafür reicht leider die Zeit meines restlichen Semesters nicht. Um alles zu erlernen müsste ich hier bestimmt 5 Jahre bleiben. Aber ich denke ich werde mich für Seidenmalerei, verschiedene Sticktechniken und Lederschmuckverarbeitung entscheiden. Tschij werde ich an der KGUSTA lernen. Und damit habe ich dann genug zu tun. Das alles findet dann natürlich in meiner Kollektion gebrauch. So nun möchte ich euch nicht länger die tollen Bilder vorenthalten.




Ich hoffe euch gefällt es auch so wie mir! Bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße
eure Inna